FD-258 oder Live Scan?
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Wer die Fingerabdrücke in Deutschland abnehmen lässt, reicht sie auf einer Papierkarte ein. Live Scan erfasst die Abdrücke digital und steht an zugelassenen Stellen in den USA zur Verfügung, nicht in Deutschland. Deshalb ist die ausgefüllte FD-258 Karte hier der übliche Weg.
Was ist der Unterschied zwischen FD-258 und Live Scan?
Die FD-258 ist ein Formular auf Papier: Die Abdrücke werden auf der Karte festgehalten, die Karte wird anschließend bei der zuständigen Stelle eingereicht. Live Scan ist ein Verfahren, bei dem die Abdrücke an einem Gerät digital erfasst und elektronisch übermittelt werden.
Beide Wege führen zum selben Ergebnis, dem Abgleich Ihrer Abdrücke durch die Behörde. Der Unterschied liegt darin, wo und wie die Abdrücke aufgenommen werden.
Warum kann ich Live Scan aus Deutschland nicht nutzen?
Live-Scan-Geräte stehen bei Polizeibehörden und zugelassenen Dienstleistern in den USA. Für Antragsteller, die sich in Deutschland aufhalten, ist das kein gangbarer Weg – eine Reise in die USA allein für die Abdrucknahme wäre die Alternative.
Deshalb sieht das Verfahren für Antragsteller im Ausland die Papierkarte vor: Abdrücke vor Ort abnehmen lassen, Karte einreichen.
Wie entsteht die Karte bei uns?
Wir drucken den vom FBI bereitgestellten Vordruck aus, tragen Ihre Angaben und den Anlass ein und nehmen die Abdrücke aller zehn Finger darauf ab – mit einer speziellen Fingerabdruck-Tinte eines US-Herstellers, wie sie für diesen Zweck vorgegeben ist. Bringen Sie einen eigenen oder bereits ausgefüllten Vordruck mit, arbeiten wir direkt damit.
Nach etwa 60 Minuten halten Sie zwei fertige Karten in der Hand.
Wird eine in Deutschland angefertigte Karte akzeptiert?
Die Erfahrung spricht dafür: Seit 2002 haben wir über 400 Karten angefertigt. In dieser Zeit wurde genau eine Karte von einer Behörde zurückgewiesen, und zwar aus einem medizinisch absehbaren Grund.
Entscheidend ist die Qualität der Abdrücke – unbrauchbare Abdrücke sind der häufigste Grund für eine Beanstandung. Die Abdrücke nimmt bei uns ein Sachverständiger für Daktyloskopie ab, der das Fach im Staatsdienst erlernt und über zwanzig Jahre als behördlicher Sachverständiger ausgeübt hat. Wird eine unserer Karten dennoch beanstandet, fertigen wir sie kostenlos neu an.
Was mache ich mit der fertigen Karte?
Sie reichen sie selbst bei der zuständigen Stelle ein; wir versenden die Karten nicht. Welcher Weg vorgesehen ist – Direkteinsendung oder ein zugelassener Dienstleister –, gibt Ihnen die Behörde vor, die den Backgroundcheck verlangt.
Kurz gefragt
Ist die Papierkarte schlechter als Live Scan?
Nein, sie ist ein anderer Einreichungsweg. Ausschlaggebend ist die Qualität der Abdrücke, nicht das Medium.
Kann ich die Karte einscannen und digital einreichen?
Das entscheidet die Behörde, die den Backgroundcheck verlangt. In aller Regel wird die physische Karte erwartet. Fragen Sie im Zweifel dort nach.
Was ist der häufigste Grund für eine Ablehnung?
Unbrauchbare Abdrücke, etwa bei stark abgenutzten oder vernarbten Fingerkuppen. Solche Fälle sind meist schon beim Termin absehbar und wir sprechen sie an.